
Aufbruch von Tiniteqilaaq
Wir steigen genau den Berg hinauf, auf dem wir gestern schon oben waren, allerdings diesmal weiter hinauf. Heute ist die Aussicht aber gleich Null; in jede Richtung sieht man nur die gleiche Erbsensuppe.

Nebel und Regen
Holger hat zwar GPS und alles dabei, aber er findet den Weg auch ohne Hilfsmittel.

Nur Holger weiß, wo es langgeht
Die Gegend erinnert mich von Anfang an an die Emyn Muil - es gibt kaum Vegetation, nur Steine und Nebel. Und still ist es - wir hören nichts außer uns, keine Vögel, nicht einmal Insekten sind heute unterwegs. Und selbst unsere Schritte sind durch den Nebel gedämpft.
Ständig erwarte ich, Sam, Frodo und Gollum irgendwo hinter einem Stein hervorkommen zu sehen. Daß mein Gehirn mir ungefragt ständig Teile des Two-Towers-Soundtracks als Ohrwurm unterjubelt, hilft auch nicht sonderlich. Ich erinnere mich an die Scenic Route to Inch mit dem passenden Soundtrack: "We are lost, we can never go home..."

Steinige Gegend
Es regnet immer noch leicht, und uns ist auch nicht nach Gesprächen zumute. Also laufen wir schweigend hinter Holger her und suchen uns den passendsten Weg.
"These tears we cry... are falling rain..."

Ohne Weg und Steg
Es ist nicht wirklich kalt, aber ungemütlich, und immerhin kalt genug, daß hier oben Altschnee liegengeblieben ist.

Alter Schnee
Es geht immer weiter bergauf, und nicht selten kraxeln wir über steinige Trümmerwüsten. "You are losssssst, you can never go home..."

Typisch grönländisches Gelände
Ich überlege, warum Erik der Rote das Land nicht 'Steinland' getauft hat statt Grönland. Hier gibt es doch wohl mehr Steine als Grünzeug, zumindest in dieser Ecke.

Steine
Zusätzlich zu den Steinen und dem Nebel tauchen auch noch sumpfige Löcher auf, so daß wir aufpassen müssen, nicht plötzlich in einem matschigen Wasserloch zu versinken. Bisher dachte ich immer, die Totensümpfe kämen erst hinter den Emyn Muil. Wenn doch endlich dieser Soundtrack aus meinem Gehirn verschwinden würde!

Sumpfige, matschige Löcher
Wenn Holger nicht wäre, könnten wir durchaus auch im Kreis gelaufen sein, das Gelände sieht jedenfalls überall ziemlich gleich aus.

Mehr Steine
"Where once was light, now darkness falls..."

Wir sind von Steinen umzingelt
Nachdem wir eine ganze Weile weiter im Nebel bergauf gegangen sind, taucht plötzlich rechts von uns eine Bergspitze aus den Wolken auf. Es gibt tatsächlich noch andere Berge da draußen als den, auf dem wir stehen!

Aus den Wolken taucht plötzlich eine Bergspitze auf
Die Wolken reißen etwas auf, und man sieht noch mehr Berge. Wir machen Pause, essen etwas und warten, ob die Wolken vielleicht doch noch weggehen.

Risse in den Wolken

Blick über den Fjord hinweg nach Osten
Es wird zwar etwas heller, aber die Wolken bleiben. Holger beschließt, daß es ohne Sicht keinen Sinn ergibt, weiter nach oben zu gehen. Ich bin auch nicht böse darüber, denn mein Bedarf an bergauf ist für heute gründlich gedeckt. Wir sind zwar langsam gelaufen, aber ich merke trotzdem, daß ich einfach nicht mehr die Berge so hochrennen kann wie früher, da geht mir dann einfach die Luft aus.
Wir laufen also am Hang entlang, der rechts von uns irgendwo unten im Nebel verschwindet.

Wolke von innen
Ein bißchen besser wird es aber mit den Wolken - allerdings steigen wir auch langsam ab, so daß wir unter die Wolkendecke kommen werden.

Langsam kann man den Fjord auch erkennen

Abstieg

Wir suchen uns einen Weg nach unten
Ich versuche immer noch, den Soundtrack und Sam und Frodo aus meinem Gehirn zu vertreiben, aber es gelingt mir nicht. Es sieht hier nun einmal genauso aus.

Emyn Muil!

The way to Mordor, Gandalf, is it left or right?
Auch der Abstieg führt über die mittlerweile leidlich bekannten Stein-Sturzäcker.

Viele, viele Steine.

Wir sind immer noch in den Wolken
Die Felsen des Bergs haben eine schöne Maserung.

Interessant gemaserte Steine
Je tiefer wir kommen, desto mehr sieht man auch unten wieder. Noch stecken wir allerdings in den tiefhängenden Wolken.

Man kann endlich wieder bis zum Wasser sehen

Runter, runter, runter...
Holger zeigt uns den Fluß, zu dem wir wollen - zwar nicht bis ganz hinunter, da unten das Gelände zu sumpfig wird, aber wir werden links davon auf halber Höhe des Hangs weiterlaufen, wo es noch felsig ist.
Irgendwie sieht das noch verdammt weit weg aus!

Dort hinunter an den Flußlauf wollen wir.
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